Gebet zur Muttergottes der Wunder (des Zeichens)

Meditationsgebet zur Muttergottes des Zeichens (der Wunder)


Zur Darstellung: Die Ikone bezieht sich auf eine Verheißung im Buch Jesaja, die dem damaligen König Ahas den Beistand Gottes zusagte: „Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.“ (Jes 7,14) Diese Verheißung wird später auf die Geburt des Messias bezogen und in der Erzählung der Verkündigung an Maria aufgegriffen (Lk 1,26ff). Die Ikone stellt nicht etwa die schwangere Maria dar, sondern verkündet das Eintreffen des angekündigten Zeichens: Maria hat den Messias, den Sohn Gottes, in die Welt gebracht. Maria wird mit zum Gebet erhobenen Händen dargestellt, vor ihrer Brust in einer Art Medaillon Christus, mit der rechten Hand segnend, in der linken Hand eine Schriftrolle, als Zeichen, dass Er das fleischgewordene WORT GOTTES ist.

Meditation zum Ikonenbild der Gottesmutter des Zeichens (der Wunder)


Maria, du schaust mich an. Was willst du mir sagen? Nachdenklich ist dein Blick, gesammelt, ahnend, dass mit dir etwas Großes geschehen ist. Einst ist dir ein Engel begegnet mit einer unglaublichen Ankündigung: Ein Kind wirst du bekommen, Gottes Sohn soll es sein. Gott will in diese Welt geboren werden, und du sollst seine Mutter sein. Du sollst Gott in dir tragen, Ihn in dir wachsen lassen, Ihn zur Welt bringen. Der Engel sprach vom Heiligen Geist und von der Kraft des Höchsten, die dich überschatten wird. Du hast Gott all das zugetraut und hast dich getraut, Ja zu sagen zu Seinem Willen. Dein ernster Blick spricht von deinen Erfahrungen: es war nicht leicht – du hast nicht immer verstanden, was geschah, du hast um deinen Sohn gebangt und hast mit ihm gelitten. Aber du hast dich auf alles eingelassen – auf das Wort des Engels hin. Deine geöffneten Hände, deine zum Gebet erhobenen Arme – sie sprechen zu mir von deiner Offenheit, deiner Bereitschaft, - und deinem vertrauenden Ja. Wie oft wirst du so vor Gott gestanden haben, betend, zu Ihm aufschauend: Ja - mir geschehe nach deinem Wort. Gott konnte dir Seinen Sohn in die geöffneten Arme geben. Durch dein Ja konnte Jesus zur Welt kommen, konnte ER seinen Weg gehen, konnte Gott zu den Menschen kommen. Du bist Ihm gefolgt. Du warst Ihm Mutter und Jüngerin, hast Christus zu den Menschen gebracht - bist so Schwester aller Gläubigen und Mutter der Kirche geworden. Heute will Gott in mir geboren werden, in mir leben und in die Welt kommen. Ich weiß selbst nicht, wie das gehen soll. Eigentlich fühle ich mich dem nicht gewachsen. Dann schau ich auf dich, Maria. Ich möchte vertrauen, - wie du, Maria, will es Gott zutrauen, dass Er auch in mir wachsen kann. Denn für Gott ist nichts unmöglich, so hat der Engel zu dir gesagt. So wie du dich auf Sein Kommen vorbereitet hast, so möchte ich auch mein Herz für Ihn offen halten.

Ja, ich bin getauft Maria, du bist auch mir ein Zeichen. Nimm mich in deine Haltung hinein. Breite meine Arme aus mit den deinen, damit Christus in mir Raum findet, dass Er in mir wachsen kann. Breite meine Arme aus mit den deinen, dass auch ich weitergeben kann, was Gott in mich gelegt hat – dass ich Seine Liebe zu den Menschen bringen kann.





Gebet zur Gottesmutter des Zeichens (der Wunder)


Maria, liebste Mutter mein,
lass mich dir empfohlen sein,
ich bitte dich inniglich,
leg deinen Mantel über mich.
Lass Rosen der Liebe vom Himmel regnen,
so können wir den Menschen gütig begegnen.
Lass uns Samen des Glaubens und der Hoffnung säen,
damit große Wunder und Zeichen geschehen.

Liebste Mutter mein, lass mich
und die meinen dir empfohlen sein.



Gegrüßet seist du Maria voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die
Frucht deines Leibes Jesus,

den du, wie es verheißen war, als Zeichen
und Erlöser für uns Menschen geboren hast.

Heilige Maria Muttergottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen